• PFINGSTSPORTFEST IN TROGEN

    Pfingstsportfest 2013

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Tagebuch aus Bad Endorf

von admin am - Kommentare deaktiviert

oder die Dokumentation eines etwas anderen Trainingslagers.

Tag 1:
Am Donnerstag Mittag gings also los in Richtung Süden. Ein Tross von zunächst 19 Mann – am Freitag sollten noch 5 Oberfranken nachfolgen – brach gen Süden auf. Die ersten gut 70 Kilometer gestalteten sich zunächst recht schwierig ob des im nordöstlichen Teils Bayerns vorherrschenden Schneetreibens. Über die A93 kaum in der Oberpfalz angelangt wurde es langsam besser. Man konnte endlich von 80 auf durchschnittlich 150 km/h beschleunigen und dieses Tempo auch konstant eingehalten. Den Convoy von 3 Kleinbussen und einem PKW führte diesmal der Präsident höchstpersönlich in seinem Fahrzeug bayuwarischer Bauart an, ging es doch wieder einmal an die Stätte seiner wilden Jugendjahre. Kurz hinter der oberpfälzischen Donaumetropole Regensburg schlug unser Clanchef dann einen ungewöhnlichen Weg ein. Nicht die von Google Maps vorgeschlagene und schon zig mal erfolgreich absolvierte Route über die A93 und die A8, vorbei an der Arroganzarena und von dort über den Irschenberg bis nach Rosenheim wollte er uns führen. Nein, sein Begehr war es seinen Schützlingen etwas Nachhilfeunterricht in Geographie zu erteilen, und deshalb die verstecken Schönheiten der nieder- und oberbayerischen Kulturlandschaft nahe zu bringen. So verlief fortan der Weg der staunenden oberfränkischen Delegation über die B15 hin nach Landshut, weiter über Wasserburg bis hin ins Zielgebiet nach Bad Endorf. LKW um LKW wurde gnadenlos verblasen um dann anschließend wieder im Sonntagsfahrertempo die voralpenländische Landschaft zu genießen. Wachsende Unruhe mache sich beim Blick auf die Uhr beim Copiloten des Präsidenten, seines Zeichens Sportlicher Leiter des FCT, breit. Die Ankunft im Hotel war spätestens gegen 16 Uhr geplant, das erste Training um 17 Uhr angesetzt. Gut eine halbe Stunde vor dem avisierten Ankunftstermin lagen aber immer noch 30 Kilometer oberbayerische Idylle vor der Delegation. Und dessen nicht genug. Das eigentlich in Oberfranken zurückgelassene Schneetreiben schien die Expedition regelrecht verfolgt zu haben. Pünktlich als man um 16:10 Uhr endlich die Grenzen der Marktgemeinde Bad Endorf passierte setzte es von Oben an zu “Flocken”. Der Weg zum Hotel führte zunächst am Sportgelände vom TSV Bad Endorf – unserem Gastgeberverein – vorbei. Und siehe da, der Kunstrasenplatz war bestens geräumt und leuchtete zur allgemeinen Freude in einem dunklen Grün herüber.
Eine Dreiviertelstunde später  - man hatte sich zuvor in aller Eile im Hotel einquartiert – die Zimmer waren bezogen und die erste Trainingseinheit stand an, sollte sich dies jedoch grundlegend geändert haben. Eine dichte weiße Schneeschicht hatte nicht nur den Sportplatz, sondern das ganze Chiemgau in Windeseile überzogen. Dennoch absolvierte man eine ordentliche Trainingseinheit, nicht zuletzt wegen der überragenden Stabilisations- und Koordinationsübungen des extra fürs Trainingslager verpflichteten Athletikcoaches Robert Hofmann. Nach einem wie gewohnt üppigen Abendessen ging es für die einen aufs Zimmer, für die anderen, noch nicht ganz ausgelasteten stand eine dritte Trainingseinheit im “Fohlenhof” auf dem Programm. Dies war aber höchstwahrscheinlich doch etwas zuviel des guten an körperlicher Belastbarkeit, hatte der ein oder andere doch nach dieser Geschicklichkeitsübung auf dem glatten Tanzparkettboden plötzlich immense Probleme im Wadenbereich, was eine ausgedehnte medizinische Behandlung am kommenden Tag unumgänglich machte.

Tag 2:
Ein Blick aus dem Fenster lies zunächst nichts Gutes erahnen. Die Nacht hatte ca. 15 bis 20 cm Neuschnee in den Chiemgau gebracht. Somit war die erste Hälfte der Vormittagstrainingseinheit durch Handball-/ Kopfballspiele sowie Koordinationsübungen im Tiefschnee geprägt. Nach gut einer halben Stunde wurde der Kunstrasenplatz aber dank der Intervention des Platzwartes und Organisators vor Ort Hans Heiß - Vielen Dank an dieser Stelle lieber Hans - durch einen Gemeindearbeiter per Schneepflug binnen 20 Minuten vom Schnee befreit. Somit waren plötzlich wieder optimale Fußballtrainingsbedingungen für die Mannschaft gegeben. Während dessen nutzte übrigens auch der Clanführer die Möglichkeit seine geschundenen Knochen von den geschulten Physiohänden unseres “Boxers” wieder in die richtige Lage bringen zu lassen.
Nach einem üppigen Mittagessen stand am Nachmittag “Behandlungen und Pflege” auf dem Terminplan. Unser Physio hatte somit buchstäblich alle Hände voll zu tun, denn dieses Angebot wurde bis zur nächsten Einheit auf dem Platz gerne angenommen. Zu dieser liefen dann auch endlich die Freitags-Nachzügler ein und konnten die Kraft- und Stabilisationsübungen, von Robert wieder mal in Perfektion aufgezeigt, allesamt mit absolvieren.

Tag 3:
Das Vormittagstraining stand ganz im Zeichen von Toraschlußübungen und Spielformen. Wie kann eine Viererkette effektiv aus den Angeln gehoben werden, usw. Die knapp 1-stündige Einheit wurde durch ein Abschlußspiel beendet. Nach dem Mittagessen hatten sich schon wieder einige Kandidaten beim Physio angemeldet um die kleineren und größeren Wehwechchen behandeln zu lassen.
Gegen 14:45 Uhr fand dann bei Kaffee und Kuchen die halbstündige Spielbesprechung zum anstehenden Testmatch gegen 1860 Rosenheim statt. Um 15:15 Uhr setzte sich der Trogen-Convoy dann in Richtung Spielort in Bewegung. Die erste Besichtigung des vom Schnee geräumten Rosenheimer Kunstrasenplatzes lies schon erahnen das dies kein Spiel mit allzu vielen technischen Kabinettstückchen werden sollte. Aufgrund der weiter sinkenenden Temperaturen war zum Anstoß um 17 Uhr das Geläuf doch recht glatt und recht schwer zu bespielen. Dies aber als Ausrede für die 0:6 Klatsche herzunehmen wäre etwas zu einfach.
Bereits nach 60 Sekunden klingelte es erstmal im Kasten unserer Truppe. Nach einem eigenen Einwurf in der Nähe des Trogener Strafraums wurde die Kugel leichtfertig vertendelt, die anschließende Flanke an die Strafraumgrenze fand einen von 3 vollkommen freistehenden Rosenheimer Offensivkräfte von denen sich einer quasi die Ecke aussuchen konnte. Sein Schuß wurde sogar noch unhaltbar für Adi Udovcic abgefälscht, 1:0. Im Anschluß präsentierten sich die Gastgeber zwar sehr spielfreudig und hatten auch ein deutliches Übergewicht an Ball- und Spielanteilen, aber weitere zwingende Torchancen lises unsere Elf zunächst nicht zu. Dabei hatte man sogar seinerseits 2 durchaus gute Einschußgelegenheiten. Zweimal war Neuzuang Andrè Zenner der Pechvogel. Zunächst verfehlte ein strammer Schuß sein Ziel, und in der zweiten Szene wurde er auf die Reise geschickt und allein aufs Tor zueiland von hinten umgegrätscht. Der Unparteiische lies wohl wegen des Testspielcharakters Gnade vor Recht walten und entschied nur auf Freistoß, anstatt den Foulspieler wegen klarer Notbremse des Feldes zu verweisen. Den fälligen Freistoß setzte Martin Weiß 2 knapp neben den Pfosten. Erneut recht unglücklich fiel Treffer Nr. 2 mit dem Halbzeitpfiff. Der FCT verlor bei einem eigenen Angriff den Ball, welcher blitzschnell von der Heimelf per Konter über 2 Stationen vors Trogener Tor gespielt wurde. Adi Udovcic konnte den Alleingang eines Rosenheimer Angreifers noch bravourös zur Ecke klären. Nach deren Ausführung war die Gefahr eigentl. schon gebannt als man einen Rosenheimer Stürmer den Ball ohne Not einfach in die Füße spielte. Der lies sich nicht zweimal bitten und erhöhte dankend auf 2:0.
In der Pause wurde zwar kräftig durchgewechselt, aber das dürfte eigentl. kein Grund sein sich in der Folgezeit mit anfängerhaften Fehlern so deutlich auf die Verliererstraße zu bringen. Bis zur 65 Min. fielen 4 weitere Treffer quasi im 5-Minutentakt. Die ersten beiden nach gegnerischen Einwürfen bei denen man viel zu spät reagierte und teilweise noch mit Linienrichter über die Richtigkeit der Einwurf-Entscheidung diskutierte und das Leder ruck-zuck im Trogener Netz landete. In den zweiten 45 Minuten zeigte der Bayernliga-Tabellenführer seine ganze Klasse und beherrschte den Landesligasechsten aus der Nordstaffel nach Belieben. Die Gelb-Schwarzen brachten kein Bein au den Boden und waren in nahezu 100 % der Zweikämpfe nur zweiter Sieger. Vielleicht liesen auch nach den anstrengenden Trainingseinheiten die Tage zuvor die Kraft nach. In dieser Phase war jedenfalls mehr als nur eine Liga Klassenunterschied zu erkennen. Schwamm drüber, abhaken und mehr als hoffentlich die richtigen Lehren aus der Klatsche ziehen bleibt uns eigentlich gar nicht übrig. (Spielbericht >> Anklicken<<)
Nach dem anschließenden Abendessen im Sportheim des TSV 1860 Rosenheim ging es dann gegen 20:15 Uhr zurück ins Hotel, wo man sich kurz frisch machte und auf den gemeinsamen Mannschaftsabend, bzw. die gemeinsame Mannschaftsnacht vorbereitete. Erneut war der “Fohlenhof” das Anlaufziel und der ein oder andere Oberfranke knüpfte Kontakte zu den einheimischen Ureinwohnern.

Tag 4:
Nach einem (fast) gemeinsamen Frühstück, nur unsere 2 ehemaligen Kampfsportler sowie unsere Nr. 1 fehlten zunächst, beschloß der Chefcoach die letzte Trainingseinheit nicht auf oder um dem Fußballplatz herum zu absolvieren, sondern eine Regenerationseinheit in der nur einen Steinwurf entfernen Chiemgau-Therme einzulegen. Es gab kaum einen Stimme aus der Mannschaft die ihm für diesesn Akt der Gnade nicht unendlich dankbar gewesen wäre.
Nach Kabinenräumung, Mittagessen und Auschecken der Zimmer ging es kurz nach 13 Uhr bei stahlendem Sonnenschein aber -16 Grad Kälte wieder zurück Richtung Heimat. Die Rückfahrt, diesmal allerdings auf der üblichen Autobahnroute, verlief ohne jegliche Zwischenfälle und nach exakt 3 Stunden lief man wieder am Trogener Sportheim ein.

Fazit: Trotz der deftigen fußballerischen Abreibung am Samstag Nachmittag wieder ein gelungenes Trainingslager, welches durch das Team vom Apparthotel Wimmer erneut zu einem rundum gelungen Erlebnis wurde. Ein besonderer Dank von dieser Stelle aus auch an unseren Ansprechpartner vom gastgebenen TSV Bad Endorf Herrn Hans Heiß, der unsere kurzfristigen Änderungswünsche in sensationeller Geschwindigkeit umsetzte und uns in jeglicher Hinsicht einmalig unterstützte. Vielen Dank Hans!!

Bilder folgen in den nächsten Tagen…..

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